Diploma Thesis from the year 2002 in the subject American Studies - Literature, grade: ÿ (1), University of Graz (Institute for American Studies), language: English, abstract: Underworld (1997), DeLillos elfter Roman, ist bis dato sein ehrgeizigstes Projekt. In diesem 827-seitigen Nachruf auf den Kalten Krieg vereint und verdichtet er viele der Themen seiner schriftstellerischen Karriere: Verschwِrungstheorien und Formen der Paranoia, atomare Bedrohung, das Spannungsverhنltnis zwischen fiktionalem Erzنhlen und Historiographie, die Fragmentarisierung der grands récits, Onomastik und die Macht der Sprache; der Einfluss des Films, des Fernsehens und der Werbung auf unsere alltنgliche Wirklichkeitswahrnehmung wie auch auf künstlerisches Schaffen, Jean Baudrillards Simulakrum; Gewalt und die unterschwellige Faszination, die die Medienberichterstattung über Naturkatastrophen, Terrorakte, Serienmِrder, Amoklنufer, Flugzeugabstürze und dergleichen auf uns ausübt; Sport; Homophobie, der Konsumwahn und die Macht des multinationalen Kapitals; Kunst und die Frage, ob subversive Kunst, Kunst die gesellschaftlich noch etwas bewegen kann, in einem soziokulturellen Rahmen, den wir grob mit den Begriffen Postmoderne oder Spنtkapitalismus umrei en kِnnen, noch mِglich ist; und schlie lich noch Müll als empirisches Faktum und als gro e historische, psychoanalytische und نsthetische Metapher. Eine Metapher, die fast jeden Aspekt des Romans in sich vereinigt. Müll ist im buchstنblichen Sinne und als Metapher nahezu allgegenwنrtig und dient in der Diskussion der vielschichtigen und weitverzweigten historischen, politischen und نsthetischen Implikationen von Underworld als allumfassendes Bild. Der aus unser aller Alltag wohlbekannte Begriff des Recycling, und Containment, ein Wort, das etwa im Begriff "Müllcontainer" schon lنngst Bestandteil auch der deutschen Sprache ist, bilden dabei das Grundgerüst dieser Betrachtung.